Weihnachtsmarkt

Krippe in Oehringen

Bad Wimpfen

oder "Heidelberg ist auch ganz schön"

Unsere Ausflüge zu den Weihnachtsmärkten der näheren und weiteren Umgebung waren immer etwas problematisch.
Ein Punkt war generell einen Termin zu finden, an dem man einen Ausflug machen konnte, das Nächste war das Ziel festzulegen und das Dritte war dann auch an dem ausgewählten Ziel anzukommen.

Begonnen hatte es vor vielen Jahren mit einem Ausflug zum Weihnachtsmarkt in Stuttgart.
Wir machten eigentlich schon seit es das Angebot gab, hin und wieder einen Ausflug mit dem "Schönen Wochenende" der Bahn. In jenem Jahr konnten wir keinen anderen Termin als die Adventswochenenden finden und meine Kinder meinten: "Den Weihnachtsmarkt in Karlsruhe kennen wir, dort sind wir jedes Jahr mindestens ein Mal und über den Weihnachtsmarkt in Ettlingen gehen wir fast jeden Tag, wir wollen auch einmal andere Weihnachtsmärkte sehen."
Also entschlossen wir uns nach Stuttgart zu fahren. Der Weihnachtsmarkt war sehr schön, sehr groß und Anziehungspunkt für viele Touristen, sogar aus der Schweiz.

Im nächsten Jahr begann dann die Weihnachtsmarkt-Odyssee

Irgendwo hatte ich gehört, dass der Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen sehr schön sein sollte, die Stadt selber sehr sehenswert, weil schön restauriert und dann noch mit einem Weihnachtsmarkt, sehr romantisch.
So machte ich mit meinem Schwager an einem Adventssonntag einen Termin und zusammen mit meinen Kindern, meine Frau war kein begeisterter Bahnfahrer, fuhren wir mit dem "Schönen Wochenende" in Richtung Bad Wimpfen los.

Der erste Teil der Reise verlief sehr angenehm, wir fuhren mit der damals neuen S-Bahn-Linie nach Heilbronn und stiegen dort in den Zug nach Heidelberg um, der uns, so wie wir glaubten, nach Bad Wimpfen bringen sollte.

Wir genossen die Fahrt in einem klimatisierten Doppelstockwagen und sahen plötzlich am Horizont die Zinnen einer Befestigungsanlage auf den Bergeshöhen.
"Das ist Bad Wimpfen!" sagte ich, "jetzt sitzen wir im falschen Zug!"

Nach der ersten Enttäuschung sagten wir, dass der Weihnachtsmarkt in Heidelberg sicher auch sehr schön ist und so besuchten wir also diesen.
Wenn es auch nicht Bad Wimpfen war, so war es trotzdem gut

Ein Jahr später starb mein Schwiegervater, ein Jahr später war an unserem Ausflugstag Sturmböen angesagt und unterwegs mit dem Zug liegenbleiben wollten wir nicht. Ein Jahr später hatte ich Bereitschaft und wir mussten den Besuch um eine Woche verschieben. Da dann aber lt. Internet in Bad Wimpfen kein Weihnachtsmarkt mehr war, fuhren wir nach Esslingen. Auch dort war der Weihnachtsmarkt sehr schön, eine riesige Holzpyramide, wie man sie aus dem Erzgebirge kennt, stand am Eingang.
Verbunden mit dem Weihnachtsmarkt war ein historischer Markt, auf dem Gaukler, Zauberer und Schauspieler für Kurzweil sorgten. Esslingen ist sicher eine Reise wert. Leider war das Wetter nicht so toll

Bad Wimpfen wollten wir vorerst einmal ignorieren.

Würzburg

oder "in Lauda gibt es ein Dampflokdenkmal"

2005

Mein Sohn war Mitglied der Ulmer Eisenbahnfreunde, die auch an den Adventssonntagen Fahrten mit dem Dampfzug organisierten. Ein Riesenerfolg war die Nikolausfahrt ins Albtal, wenn die Kinder im Dampfzug vom Nikolaus beschenkt werden.

Bei den Ulmer Eisenbahnfreunden und den vielen anderen Museumseisenbahnvereinen handelt es sich um eine Horde Eisenbahnverrückter, die mit viel Liebe und sehr viel Zeit alte Lokomotiven und Waggons herrichten und fahrbereit machen.
Wie bei den Liebhabern alter Autos ist es nicht das Ausstellen der schönen Stücke, sondern auch das Benutzen quasi unter realen Bedingungen, was den besonderen Reiz ausmacht. Eine Dampflok lebt nur, wenn sie angeheizt ist und den Dampf über die Zylinder in Vortrieb umsetzen kann. Deshalb organisieren die Eisenbahnliebhaber Sonderfahrten, weil sie damit ihren Verein bekannt machen und etwas Geld in die immer klamme Vereinskasse bekommen. Da es sich um Personenbeförderung handelt, sind ganz besondere Sicherheitsmaßnahmen notwendig, die aber auch viel Geld kosten.

In diesem Jahr wollten wir an einer schönen Dampfzugfahrt zum romatischen Weihnachtsmarkt in Würzburg teilnehmen. Mein Sohn besorgte die Platzreservierung (der Zug war komplett ausgebucht) und am 3. Advent um 7 Uhr morgens ging es in Ettlingen los.

Den Fahrplan, der ausgehändigt wurde, konnte man nur als groben Anhaltspunkt verstehen, denn es gab viele Gründe, warum der Plan selten eingehalten wurde. Die Betreiber sind Privatpersonen, Vereinsmitglieder, die für ihre Arbeit kein Geld verlangen. Man darf deshalb nicht erwarten, dass alles so perfekt klappt, wie bei den Profis (und auch bei denen klappt es oft genug nicht so, wie es sollte)

Mein Sohn Michael musste in der Küche Dienst machen, mein Schwager und ich konnten uns dem Kaffee und dem Glühwein widmen, denn an diesem Morgen war es ziemlich kalt.
Dafür war der Himmel klar, wir konnten einen wunderschönen Sonnenaufgang über rauhreifigen Wiesen erleben.

Geplant war, dass in Mannheim ein Lokwechsel stattfinden sollte, diese Lok in Neckarelz Wasser aufnehmen sollte und dass wir dann in Würzburg etwa 3 Stunden Aufenthalt haben sollten.

Die Ulmer Eisenbahnfreunde besaßen eine 58, eine Güterzuglok, die nicht besonders schnell war. Ein anderer Verein stellte eine 23 zur Verfügung, die etwas schneller war und durch den Lokwechsel ersparte man sich das zusätzliche Wasserfassen.

Lok-23 in Neckarelz

In Mannheim wurde der Zug voll, mit uns zusammen saß ein Ehepaar, mit dem man richtig schöne heitere Dialoge halten konnte, es war sehr lustig.

Das Wasserfassen in Neckarelz verlief dann nicht so, wie es ursprünglich geplant war: Geplant war, dass die Feuerwehr einen Schlauch zum Zug legen sollte, der auf Gleis 1 ankam. Auf Gleis 1 stand aber schon ein Zug, unser Dampfzug hielt also auf Gleis 2. Die Schlauchverlängerung konnte die Feuerwehr erst nach der Abfahrt des Zuges auf Gleis 1 auslegen, so dass sich das Wasserfassen verzögerte. Das brachte uns etwa eine halbe Stunde Verspätung ein.

Hinter Neckarelz musste der Zug die Bergeshöhen hinaufschnaufen. Die Schwaben im zentralistischen Stuttgart nennen diese Gegend "Badisch Sibirien", weil hier absolut nichts los ist.

Plötzlich wurde der Zug langsamer und blieb sogar stehen.
Man sagte, dass der Dampfdruck der Lokomotive viel zu niedrig sei (4 Bar gegenüber 12 Bar), dass auf der linken Seite ein Lagerschaden wäre, den man durch Abkühlen und Nachschmieren in Neckarelz in den Griff bekommen habe.

Wenn der Dampfdruck sinkt, ist das ein schlechtes Zeugnis für die Lokmannschaft. Man hatte anscheinend vergessen, richtig zu schüren, denn es hatte sich zu viel Schlacke gebildet, die die Kohle daran hinderte, richtig zu verbrennen. Die niedrige Aussentemperatur tat ein übriges (das behaupteten zumindest die Spezialisten)

Offensichtlich war man zu sehr mit dem defekten Lager beschäftigt.

Als sich dann der Dampfdruck wieder aufgebaut hatte (es ging jetzt glücklicherweise bergab) erreichten wir Lauda-Königshofen.
Dort kam dann die vernichtende Mitteilung, dass jetzt das rechte Lager defekt sei und man nicht weiterfahren könne.

Die Zugorganisation entschuldigte sich für diese Panne und sagte, dass man eine Ersatzdiesellok organisisern wollte, mit der der Zug dann wieder zurück fahren würde. Man hätte mindestens eine Stunde Zeit, sich etwas in Lauda umzusehen, vorher würde es sicherlich nicht weiter gehen.

Weihnachtsbaum in Lauda

Mein Sohn wollte sicherheitshalber in der Küche bleiben, mein Schwager und ich machten uns auf den Weg, um den Weihnachtsmarkt von Lauda zu suchen.
Wir gingen der Masse nach in die Innenstadt, kamen an einigen schönen Fachwerkhäusern und Gastwirtschaften vorbei, kehrten aber auf Grund der kurzen Zeit nicht ein, einen Weihnachtsmarkt suchten wir vergebens.

Durch Zufall entdeckten wir das Dampflokdenkmal und wir dachten bei uns: "Haben die auf uns gewartet? Haben die das etwa so geplant, dass unsere Lok genau hier ihren Geist aufgibt?"

Dampflokdenkmal in Lauda

Zurück am Zug erfuhren wir, dass die Diesellok noch etwas brauchen würde, wir hätten noch etwa eine Stunde Zeit. Im Restaurantwagen ging derzeit die Post ab, es hatten sich lange Schlangen an der Theke gebildet, die Tische waren sowieso alle besetzt, mein Sohn hatte alle Hände voll zu tun.
Gegenüber des Bahnhofs gab es eine Dönerbude mit kleinem Restaurant, dort fanden wir einen freien Tisch und bestellten Döner und Lahmacun und tranken einen sehr guten Wein aus der Gegend.

Die anderen Tische waren auch alle belegt, natürlich waren es Reisende aus unserem Zug, man lachte, war ausgelassener Stimmung und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Die Dönerbude hat an diesem Sonntag vermutlich ihr Weihnachtsgeld verdient.

Später kam auch der Cheforganisator der Bahnfahrt in die Bude und sagte noch einmal, dass es ihm leid täte und dass jeder ein persönliches Anschreiben mit einer Entschuldigung bekommen würde.

Wir sagten, dass beim Dampflokdenkmal noch eine Lok stehen würde, man müsste sie nur auf die Gleise hieven, das fand er aber nicht so lustig. "Jetzt muss ich auch erst einmal etwas essen!" meinte er nur.

Als wir zurück beim Zug waren, munkelte man hinter vorgehaltener Hand, dass die Diesellok den Zug nicht heizen könnte, da die Waggons nur eine Dampfheizung hatten und eine Diesellok nun einmal keinen Dampf erzeugt. Man koppelte also die Dampflok, die man für eine weitere Untersuchung zunächst auf ein anderes Gleis gefahren hatte, wieder an und heizte den Zug so gut wie möglich auf.
Diesellok Glühwein und Kaffee gab es gratis, damit man sich für die Rückfahrt entsprechend aufwärmen konnte. Bis zum Lokwechsel in Mannheim sollte das ausreichen.

Die Rückfahrt war dann eher etwas langweilig, weil die Diesellok deutlich schneller war als die Dampflok und kurz vor Heidelberg hatte die Temperatur im Waggon ein kritisches Maß erreicht. Die Beine und Hände waren kalt und auf dem Weg nach Mannheim begann auch die Nase zu frieren.

In Mannheim stiegen viele Leute aus, wir gingen dann in den Restaurantwagen, dort bekam man jetzt ein warmes Plätzchen an einem Tisch und ich konnte noch einen Pichelsteiner Topf essen.

Etwa um 10 Uhr abends kamen wir dann wieder in Ettlingen an. Die Zugbegleiter-crew hatte einen langen, wenn auch nicht so erfolgreichen Tag hinter sich, aber der Umsatz im Restaurantwagen war enorm: 80 Liter Glühwein wurden verkauft und so viele heisse Würstchen wie schon lange nicht mehr.

Sollen wir es wagen, den Weihnachtsmarkt in Würzburg im nächsten Jahr noch einmal in Angriff zu nehmen?

Villingen und Gengenbach

2006

Die Schwarzwaldbahn wurde erneuert. Neue Doppelstockwagen brachten mehr Komfort auf die Linie von Karlsruhe nach Konstanz, deshalb wollten wir im Dezember 2006 diese Strecke einmal ausprobieren.

Neben Gengenbach mit seinem repäsentativen Adventskalender wollten wir noch den Weihnachtsmarkt in Villingen besuchen, denn bis dorthin ist die Strecke der Schwarzwaldbahn am schönsten.
Die Weihnachtsmarkt-Homepage sagte folgendens: "In der Kulturstadt Villingen-Schwenningen findet dieses Jahr vom 01. bis 17.12.2006 in der Fußgängerzone im Stadtbezirk Villingen der traditionelle Romantische Weihnachtsmarkt statt. "
Stadttor Das passt doch, dachten wir, am 17.12. (3.Advent) wollten wir fahren.

Wir besorgten uns ein Baden-Württemberg-Ticket und fuhren los. Die Fahrt im neuen Doppelstockwagen war wirklich toll, im oberen Stock hatten man eine schöne Aussicht und ein Display zeigte die Stationen, Ankunftszeiten, andere Informationen und Werbung an. Durch das schöne Kinzigtal ging es vorbei an typischen Schwarzwaldbauernhöfen, durch Tunnels und über Viadukte, bis wir die Wasserscheide zwischen Kinzig und Brigach überwunden hatten und der Zug in Villingen hielt.

Wir stiegen aus und gingen in die Altstadt.Brunnen "Man merkt deutlich, dass man näher an Italien ist" sagte mein Schwager, als er die vielen italienisch sprechenden Leute auf der Strasse bemerkte.
Wir schlenderten durch alle Strassen, aber den Weihnachtsmarkt fanden wir nicht. In einer Strasse waren noch gelbe Markierungen auf dem Pflaster zu erkennen, hier wäre wohl der Markt gewesen wenn er stattgefunden hätte. Leider wissen wir nicht was passiert ist, aber die Info auf der Homepage war definitiv falsch, der Markt war schon wieder komplett abgebaut, oder ist gar nicht aufgebaut worden.

"Unsere Weihnachtsmarktodyssee geht weiter" sagte meine Tochter

Wir kehrten im Sudhaus ein, einem italienischen Restaurant, wie sollte es anders sein, und wärmten uns etwas auf, bevor wir wieder zum Bahnhof gingen.

Dann fuhren wir zurück nach Gengenbach.

Adventskalender

Der Weihnachtsmarkt-Link sagte zu Gengenbach: "Ob der Architekt an Weihnachten gedacht hat? Genau 24 Fenster verpasste Viktor Kretz der Vorderfront des klassizistischen Rathauses von Gengenbach. Grund genug für die Bewohner des Städtchens im Schwarzwald, ihr Rathaus im Dezember in einen gigantischen Adventskalender zu verwandeln."
Täglich um 18 Uhr wurde ein Adventskalenderfensterchen enthüllt. Dieses Jahr waren es Bilder von Tomi Ungerer, dem bekannten Karikaturist aus dem Elsaß, die zum Vorschein kamen, dementsprechend waren viele Elsäßer zugegen, um dem Spektakel beizuwohnen.

Weihnachtsmarkt Gengenbach

In einer Seitenstrasse konnte man in einem Museum etwas über die Bilder, die dazugehörigen Geschichten und andere Projekte von Tomi Ungerer erfahren.

Es gab Glühwein, andere Getränke und verschiedene Speisen, ebenso Kleinkunst, wunderschöne Krippen, Windspiele und alles, was sonst noch auf Weihnachtsmärkten verkauft wurde. Vom Niggel, beim Fasend-Museum, hatte man für 2 EUR einen sehr schönen Ausblick auf das Geschehen vor dem Rathaus.
Der Markt füllte sich, um 17 Uhr war man froh, einen einigermaßen schönen Platz zu haben, von dem man alles beobachten konnte und um Punkt 18 Uhr begann die Enthüllung mit dem Erzählen einer zu dem Bild passenden Geschichte.

Es war eine sehr schöne Zeremonie und bis zum 23.12. fand sie jeden Abend statt.

Mit dem nächsten Zug fuhren wir nach Hause, mit der Gewissheit, in diesem Jahr etwas ganz besonderes erlebt zu haben.

So gab es in unserer Weihnachtsmarktodyssee auch hin und wieder sehr schöne Momente

Ludwigsburg

2007

Laura hatte ihr Studium in Stuttgart begonnen. Über die Weihnachtsfeiertage kam sie natürlich nach Hause, konnte aber das ganze Gepäck nicht auf einmal mitbringen, so dass sie am 4. Advent, 2007 war das ein Tag vor Heiligabend, noch einmal nach Stuttgart fahren wollte, um noch ein paar Sachen abzuholen.

vor dem Schloss in Hohenheim

In diesem Zusammenhang wollten mein Sohn, mein Schwager und ich sie begleiten und auf dem Rückweg dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt einen Besuch abstatten.

"Der Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt verzaubert: Ein goldener Schimmer liegt über dem von Arkaden umsäumten Marktplatz und den liebevoll dekorierten Ständen." sagte der Weihnachtsmarkt-Link, Grund genug, einmal dorthin zu fahren.

Ich besorgte ein Baden-Württemberg-Ticket und dann ging es los: Schon seit ein paar Tagen war es in Karlsruhe neblig und kalt, die Temperaturen gingen nicht über den Gefrierpunkt, aber bereits in Pforzheim schien die Sonne. So erreichten wir bei strahlender Sonne Lauras Wohnheim und tranken dort einen Kaffee. Dann beschlossen wir, noch einen Abstecher nach Hohenheim zu ihrer Uni zu machen und dort einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Das Wetter war wirklich schön! Weihnachtsmarkt Ludwigsburg Auf dem Rückweg entschieden wir uns, von Degerloch mit der Zahnradbahn zum Marienplatz zu fahren und von dort weiter nach Ludwigsburg.
nach mehrmaligem Umsteigen kamen wir an. In Ludwigsburg war es deutlich nebliger und deshalb auch kälter als in Stuttgart. Wir mussten etwas 20 Minuten bis zum Anfang des Weihnachtsmarkts laufen, da man an einer Kirche vorbei musste, an der auf der einen Kiche in Ludwigsburg Seite noch Stände des Weihnachtsmarkts aufgebaut waren, war dort auch grosses Gedrängel. Aber als wir auf den Platz vor der Kirche ankamen, waren wir tatsächlich verzaubert! In der Mitte des Platzes war ein Brunnen, um den man grossflächig Tische gestellt hatte, wo man Essen und Trinken konnte. Auf dem Platz standen Engelstatuen, die wunderschön mit Lichterketten geschmückt waren und ein sehr schönes Flair verbreiteten. Die Stände waren weit genug auseinander, so dass es fast nirgendwo Gedränge gab, die Fenster der einen Kirche waren bunt ausgeleuchtet, was das schöne Ambiente abrundete.

Einzig störend waren die etwas abgehobenen Preise: 2,50 € für einen Glühwein fanden wir zu teuer.
Und die Kälte, insbesondere auf dem Rückweg zum Bahnhof kroch der kalte Nebel durch alle Nähte und sorgte dafür, dass wir völlig durchgefroren den Bahnsteig erreichten.

Aber es war eindeutig wieder ein Highlight in unserer Weihnachtsmarktodyssee

Freudenstadt

2008
am Bahnhof Kuppenheim, noch im Rheintal Glockenspiel in Freudenstadt

Schon 2 Wochen vor dem ersten Advent erschienen die ersten Anzeigen in den einschlägigen Werbezeitungen, wo und wann Weihnachtsmärkte in der näheren Umgebung stattfanden. Ein Hinweis gab es auf den Weihnachtsmarkt in Freudenstadt, der nur am 1. und 2. Adventswochenende sein sollte. Freudenstadt besaß den grössten Marktplatz Deutschlands und die umgebenden Strassen bildeten mit dem Platz ein grosses Mühlespiel. Da wir schon lange nicht mehr dort gewesen sind, war das eine Gelegenheit

Rita und ich wollten mit der Stadtbahn dorthin fahren, durch das romantische Murgtal und am Samstag vor dem ersten Advent fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein los.

Je weiter wir das Murgtal aufwärts fuhren, desto kälter wurde es, hinter Forbach lag der erste Schnee und in Baiersbronn (so etwa auf 500 Meter Höhe) gab es eine geschlossene Schneedecke. Die Schneemenge hat uns dann doch etwas überrascht, als wir in Freudenstadt ankamen, waren grosse Schneeberge aufgehäuft von den freigeräumten Gehwegen.
In einem Hutgeschäft kaufte sich Rita eine wärmende Kopfbedeckung und dann gingen wir zum Weihnachtsmarkt, ein Weihnachtsmarkt im Schnee, wann haben wir das zuletzt erlebt? Eingang zum Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt selbst war nichts besonderes, es gab die üblichen Glühwein- und Würstchenbuden, Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten. Er war auch nicht besonders groß, es gab Kinderkarussells und eine Bühne, auf der ein Saxophonquartett Weihnachtslieder spielte. Der Weihnachtsmarkt war auch nicht so überlaufen, die Wege waren großzügig angelegt, es gab kein Gedränge

Das Wetter tat ein übriges, die Sonne schien und bei einem Heidelbeerglühwein und einer Portion gedünsteter Champignons konnte man diesen winterlichen Weihnnachtsmarkt geniessen.

Aufgewärmt haben wir uns im Turmbräu, einer Hausbrauerei, die sich auch auf dem Marktplatz befand und urig und rustikal eingerichtet war.

Alles in allem war es ein schöner Ausflug in den Schnee, den außer uns noch mehr Leute gemacht hatten, denn die Stadtbahn hinunter ins Rheintal war ziemlich gut besetzt.

Karlsruhe-Durlach

2008

Es hat sich anscheinend noch nicht so herum gesprochen, dass es auch in Karlsruhe-Durlach einen Weihnachtsmarkt gibt. Er ist etwas besonderes, weil dort mittelalterliche Stände aufgebaut sind, wo man "Schlemerey", Met, Nachbildungen mittelalterlicher Waffen, wie Pfeil und Bogen, Helebarden usw. kaufen konnte und allerley Spectaculum beiwohnen konnte.
Man konnte sich im Bogen- und Armbrustschiessen üben, es gab ein Mäuseroulette und ein Stand, an dem mittelalterliches Handwerk ausgeübt wurde.

Flaschenstand in Durlach

Der Markt fand vor der Karlsburg statt, das Ambiete vor dem historischen Gebäude trug zum besonderen Flair bei. Auf dem Platz in der Mitte des Markts war ein Lagerfeuer entzündet, an dem man sich wärmen konnte und auch in mehreren anderen Feuerkörben loderten Holzscheite.
Dadurch bekamen auch die Kleider einen mittelalterlichen Geruch :-). Durlach Rathaus In sehr schönen Buden wurden heisse Getränke von abenteurlich bekleideten Männern und Frauen in Tonbechern oder -krügen ausgeschenkt und am Lagerfeuer traten Feuerschlucker und Zauberer auf. Es gab kein Gedränge, was den Markt sehr angenehm machte und neben den üblichen Speisen gab es frisch zubereitetes Fladenbrot.

Als wir auf dem Rückweg das Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt in der Karlsruher Innenstadt sahen, waren wir froh, dass der Weihnachtsmarkt in Durlach noch nicht so bekannt ist.

Ettlingen

2009

Es wird Zeit, dass auch der Sternlesmarkt in Ettlingen erwähnt wird. Gluehweinpyramide in Ettlingen Es gab in der Vergangenheit einige Diskussionen um den Sternlesmarkt. Ob die Bezeichnung in Ordnung sei, ob die hellblauen Buden zeitgemäß seien, oder ob man nicht doch besser rote Buden nehmen soll, wie man den Markt von dem doch beengten Platz vor dem Rathaus ausweiten könnte usw.
Blick zum Rathaus Nach einigen Versuchen hat man in diesem Jahr eine, so will ich meinen, akzeptable Lösung gefunden, die den Markt deutlich attraktiver macht: Die Ausweitung auf den neuen Markt mit einer Glühweinpyramide war eine sehr gute Idee. Die Platzierung der Bühne ist wesentlich publikumsfreundlicher als vorher, man kann das Geschehen von den Hauptglühweinständen aus verfolgen und es ist deutlich mehr Platz, weil die Wege etwas besser angelegt sind.
Da der Weihnachtsmarkt als einer der wenigen in der Region bis zum 28.12. geöffnet hat, lohnt es sich in jedem Fall einmal, dort vorbeizuschauen. Neben den üblichen Verpflegungsständen gibt es auch viel Kunsthandwerk und wie es für eine Kleinstadt üblich ist, ist das Gedränge auch nie zu gross.

Kloster Maulbronn

2010

Ein weiteres Highlight in unserer Weihnachtsmarktodyssee.

Der Weihnachtsmarkt im Kloster Maulbronn fand nur am 2.Adventswochenende statt.
Damit die Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen konnten, wurde extra für den Weihnachtsmarkt ein Zugpendeldienst vom Bahnhof Maulbronn West nach Maulbronn Stadt eingerichtet. Von Ettlingen aus war die Fahrtzeit mit etwas mehr als einer Stunde angegeben, mit Umsteigen in Bretten und Maulbronn West.
Kloster Maulbronn Weihnachtsmärkte haben das schönste Flair nach Einbruch der Dunkelheit, so dass wir uns entschlossen, um 15 Uhr loszufahren. Wir würden dann so etwa um 16:30 Uhr vor Ort sein, also genau zum richtigen Zeitpunkt.

Am Ettlinger Stadtbahnhof stand gerade der Nikolausdampfzug bereit zur Abfahrt, ein tolles Spektakel, etliche Nikoläuse standen bereit um die Kinder im Zug zu beschenken. Diese Fahrten sind sehr begehrt und früh ausgebucht.
Wir wollten in die andere Richtung, der Weihnachtsmarkt in den Klostermauern von Maulbronn wurde als ausgesprochen idyllisch beschrieben.
Die Stadtbahn nach Bretten hatte einige Minuten Verspätung, die Zeit zum Umsteigen in Bretten war ziemlich knapp bemessen, aber die Bahn in Richtung Mühlacker stand noch bereit. Leider erwischten wir das falsche Gleis und bis wir den Irrtum bemerkten, war die Bahn natürlich weg.
Rita schimpfte: "Das ist der Grund warum ich nicht gerne Bahn fahre, die Hektik beim Umsteigen und überhaupt ist das Treppenlaufen beim Bahnsteigwechsel nicht mehr zeitgemäß. Was machen denn Mütter mit Kinderwägen oder Behinderte? Die Treppen sind auch nur unzureichend geräumt!"
Durch den verpassten Anschluss mussten wir eine Stunde warten.
Was sollten wir tun?
Schauen, ob es in Bretten einen Weihnachtsmarkt gab?
Weiterfahren nach Heilbronn?
Eine Stunde warten?
Kloster Maulbronn Bei den eisigen Temperaturen in diesem Jahr (der Winter begann pünktlich zum ersten Advent) war Warten keine gute Option. Wir enschlossen also, zunächst einmal weiter nach Bretten Stadt zu fahren. Dort gab es ein grosses, neues Modehaus und ich sagte zu Rita:"Dort kannst Du ja mal nach einer warmen Mütze schauen". Die Idee fand sie gut und anscheinend war das der Hit. Etwa 5 Frauen schlichen gleichzeitig um die Hüte und Mützen, probierten aus und Rita wurde schnell fündig.
So hatte der Aufenthalt doch noch etwas Gutes und wir kamen mit einer Stunde Verspätung, aber mit einer warmen Mütze in Maulbronn an.

Viele Stände boten kunsthandwerkliche Gegenstände und Dekoratives aus den unterschiedlichsten Materialien an und natürlich durften die Glühwein und Verköstigungsstände nicht fehlen.
Grosse und kleine Kinder konnten in einer Modellbahnaustellung ihren Träumen nachhängen.
Nach einem Rundgang und einer Bratwurst tranken wir einen Glühwein an einem Stand des Weinguts Zaiß und probierten den echten Maulbronner Klosterlikör.
Auf dem Rückweg tranken wir noch einen ausgezeichneten Cappuccino im Hof eines Teehauses.
Der Heimweg war wenig spektakulär, langsam kehrten wir von den eisigen Höhen des Kraichgaus in das doch deutlich wärmere Rheintal zurück

Öhringen

2011

"Öhringen soll einen sehr schönen Weihnachtsmarkt haben", sagten unsere Freunde, als es bei einem Gespräch auf dieses Thema kam.
Heilbronn Oehringen vor der Krippe Öhringen? Da gibt es einen Weihnachtsmarkt? Der Weihnachtsmarktlink wusste sogar, dass Öhringen von SWR3 zu einem der vier schönsten Weihnachtsmärkte Süddeutschlands erklärt wurde.
Der Weihnachtsmarkt fand nur am Wochende statt, also machten sich Rita und ich am Samstag, den 3.12. auf den Weg.
Wie kommt man nach Öhringen? Und vor allen Dingen, wie kommt man wieder zurück? Überrascht stellten wir fest, dass es an Werktagen eine durchgehende S-Bahn von Karlsruhe nach Öhringen gab. Am Wochenende musste man in Heilbronn umsteigen. Das ist nicht schlecht, auf diese Weise kann man beim Umsteigen einen kurzen Blick auf den Weihnachtsmarkt in Heilbronn werfen. Die Fahrt an sich war schon eine Odyssee, dauerte sie doch insgesamt mehr als 3 Stunden. Da wir etwas knapp mit der Zeit waren, fuhr uns der Eilzug nach Heilbronn vor der Nase weg, so dass wir eine halbe Stunde später mit dem normalen Zug fahren mussten.
Das Umsteigen in Heilbronn klappte dann gut, um 16:19 Uhr waren wir in Öhringen.

Die Altstadt von Öhringen ist sehr schön, viele mittelalterliche, restaurierte Fachwerkhäuser säumten die Fußgängerzone. Der Weihnachtsmarkt fand vor dem Schloss statt, die sehenswerte Stiftskirche war mit eingebunden, der Weltladen verkaufte dort Krippenfiguren. Eine kleine Dampfeisenbahn umrundete das Areal und war die Attraktion bei den kleinen Fahrgästen.
Das Wetter war leider nicht so attraktiv, am Anfang regnete es und es herrschte teilweise ein böiger Wind, aber im Windschatten war es ganz angenehm, einige Feuerstellen brachten etwas Wärme und der Glühwein trug auch zum Wohlbefinden bei.
Der Weihnachtsmarkt hatte ein sehr schönes Flair, er konnte sich zurecht als einer der Schönsten bezeichnen, die Häuser rund um den Platz waren mit Lichtern geschmückt, ebenso in den angrenzenden Gassen, man konnte sich dort sehr schön verweilen.
Hinter dem Schloss gab es Stände, an denen Kunsthandwerk angeboten wurde und ein Glühwein aus Weinen der Region.
Vielleicht lag es ja auch am Wetter, der Markt war nicht überlaufen, man brauchte nirgendwo Schlange stehen und Gedränge gab es auch nicht. Wer also entspannt in schöner Atmosphäre einen Weihnachtsmarkt besuchen will, der ist hier gut aufgehoben. Oehringen Oehringen

Chaotischer war die Rückfahrt!

Die Verbindungen von Öhringen nach Heilbronn sind am Wochenende ziemlich ausgedünnt, wir mussten am Bahnhof eine halbe Stunde auf den Zug warten, das hätte man sicher besser planen können.
Das Chaos begann in Heilbronn, wo wir in den Eilzug umsteigen wollten. Es war 20 Uhr, die Geschäfte hatten gerade geschlossen, deshalb standen viele Leute auf dem Bahnsteig. Ich hoffte, dass der Zug aus zwei Wagen bestehen würde, aber leider war das nicht so. Rita bekam einen leichten Panikanfall, ich besorgte ihr einen der letzten Sitzplätze und wir konnten interessante, soziale Studien betreiben.

Es war uns bekannt, das im Kraichgau viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, in dem überfüllten Zug konnte man das Sprachgewirr der einzelnen Gruppen, "Kanaksprak" (deutsch-türkisches Kauderwelsch), Russisch und anderes slawisches Wortgemisch hören. Rita fragte sich, wo und vor allem womit all diese Leute ihr Geld verdienen?

Man konnte deutliche Schwerpunkte ausmachen: der erste Schwung stieg in Heilbronn ein und in Schwaigern aus, der 2. Schwung stieg in Bretten und Umgebung ein und fuhr bis Karlsruhe. Da waren auch Jugendliche dabei, die sich nicht unbedingt an das Alkoholverbot im Zug hielten, so dass der Geräuschpegel langsam stieg. Ein Kontrolleur, der kurz hinter Bretten einstieg, brauchte schon ziemlich viel Autorität um sich gegen die großmäuligen Jugendlichen durchzusetzen.

Eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in jedem Fall ein Abenteuer, viel interessanter, als eine Fahrt mit dem Auto, bei dem Regenwetter.

Landau

2013

"Auf welchen Weihnachtsmarkt fahren wir in diesem Jahr?" fragte meine Frau. Als Ideensammlung hatten wir Rastatt, Schwetzingen, Hagenau im Elsaß und Landau im Visier.
Landau Am 3. Advent versprach das Wetter schön zu werden und wir entschlossen uns ganz spontan nach Landau zu fahren. Wir fuhren mit dem Auto und fanden nicht weit weg einen Parkplatz, so dass Rita nicht so weit laufen musste. Wir sind extra früh losgefahren, weil wir damit rechneten, dass bei dem schönen Wetter viele Leute unterwegs sein würden.
Der Weihnachtsmarkt war nicht besonders gross, aber wie überall gab es Imbiss- und Glühweinstände, am Rand waren die normalen Verkaufsstände und die absolute Attraktion war ein grosses, altes Karussell mit 2 Stockwerken, unten konnte man auf Pferden reiten, oben in Schiffen fahren, ganz oben am Dach waren Abbildungen von bedeutenden pfälzischen Bauwerken zu sehen. Daneben stand eine Karussellorgel.
Im Ausschank gab es Dornfelder-Glühwein, auch in der Halbliter-version. Aber je nach Wetter sollte man schon trinkfest sein, damit der Glühwein nicht kalt wird.
Es stömten viele Menschen auf den Weihnachtsmarkt, so dass wir noch etwas durch die Fußgängerzone spazierten, bevor wir wieder zurück zum Auto gingen und nach Hause fuhren.

Basel

2015

In diesem Jahr war ich einem Projekt eingebunden, bei dem ich mit Kollegen aus der Schweiz zusammenarbeitete. Zum Jahresende wollten wir ein Meeting in Basel machen und ein weiterer deutscher Kollege meinte, wir könnten ja auch einmal auf den Weihnachtsmarkt in Basel gehen, wenn uns die Kollegen auf einen Glühwein einladen.
In Basel gibt es 2 Weihnachtsmärkte: einer am Münsterplatz und ein weiterer am Barfüsserplatz. Laut Weihnachtsmarktlink ist er einer der grössten und schönsten Weihnachtsmärkte in der Schweiz. Wir entschieden uns für den Barfüsserplatz, weil er einfacher zu erreichen war. "Auf den Schweizer Weihnachtsmärkten gibt es nicht so viele Glühweinstände wie in Deutschland, es gibt dafür mehr Kunsthandwerk" sagte ein Kollege, und damit hatte er recht. Das Essensangebot war vielschichtig, es gab Raclette, überbackenes Brot, "Chäsbengel" (mit Raclettekäse gefüllte halbe Baguettes) und natürlich Bratwurst, aber auch das Kunsthandwerk mit Zinnfiguren, handgemaltem Christbaumschmuck, geschnitzte Krippenfiguren und vielen anderen Dingen waren sehr schön. Die Glühweinbecher hatten eine Stiefelform und kosteten 3 Franken Pfand, der Glühwein selbst kostete 5 Franken, für deutsche Verhältnisse ziemlich teuer, da der Kurs Franken zu Euro fast 1:1 stand.
Für einen ausgedehnten Bummel fehlte uns die Zeit und falls es der Wechselkurs mal wieder zulässt, könnte man noch einmal dorthin fahren.

Mannheim

2016

Es war mein letzter Arbeitstag bei der IBM. Nach der offiziellen Zeremonie (Abgabe des Smartphones, des IBM-Ausweises und des Notebooks) Mannheim ging ich mit einigen Kollegen auf den Mannheimer Weihnachtsmarkt.
Der Weihnachtsmarkt gilt als einer der ältesten und grössten in Deutschland. Er ist rund um den Wasserturm aufgebaut. Das erste, was mir auffiel waren viele Hütten, die Kunsthandwerk verkauften. Dort konnte man mit Sicherheit ein originelles Weihnachtsgeschenk finden. Es gab die üblichen Kinderbelustigungen und eine riesige Glühweinpyramide. Die Wege waren sehr breit und es gab kein Gedränge. Nach dem ersten Glühwein suchten wir die Essensstände. Die Auswahl war groß, wenn auch das Angebot ähnlich wie auf allen anderen Weihnachtsmärkten war.
Auch die Preise hatten sich bei allen Weihnachtsmärkten, die ich in diesem Jahr besuchte, angepasst. Der Glühwein kostete 3 EUR (0,2 Liter), die Bratwurst zwischen 3 EUR und 3,50 EUR, je nach Grösse.
Gegen 18 Uhr strömten hauptsächlich junge Leute auf den Weihnachtsmarkt, Zeit für die Alten zu gehen.

Speyer

2017

Der Weihnachtsmarkt in Speyer hat bis zum 6. Januar geöffnet. Speyer SpeyerAuf diese Weise ist er auch nach den Weihnachtsfeiertagen Anziehungspunkt für viele Besucher. Am 31.12.2017 besuchten wir ihn. Das Wetter war frühlingshaft, der Andrang eigentlich nicht so groß wie ich es erwartet hätte, man konnte gemütlich durch die Budengasse schlendern. Der Weihnachtsmarkt zog sich über die Maximilianstraße hin, die am Dom beginnt.
Es gab die üblichen Verköstigungsstände mit Pfälzer Glühwein, Bratwurst und anderen Spezialitäten, aber auch das Kunsthandwerk hatte genügend Raum sich zu präsentieren. Schön war der Weihnachtsbaum vor dem Dom. Am 31.12. schloss der Markt um 15 Uhr, wir nutzen das schöne Wetter für einen Cappuccino im Freien, bei 14 Grad und mäßig bewölktem Himmel. Um 16 Uhr begann das Pontifikalamt zum Jahresende im Dom, so daß wir leider keine Zeit mehr für eine Besichtigung hatten.